Einzeldatensatz aus dem Nationalen Rückstandskontrollplan (NRKP) - Berichtsjahr 2023

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Dataset information

Country of origin
Updated
2025.03.31 22:00
Created
2025.03.31
Available languages
English
Keywords
Kontrollplan, UeP, Ueberwachungsplan, NRKP, EKP, KP, Nationaler Rückstandskontrollplan, Lebensmittel tierischen Ursprungs
Quality scoring

Dataset description

Der Nationale Rückstandskontrollplan für Lebensmittel tierischen Ursprungs ist ein seit 1989 durchgeführtes Programm, in dessen Rahmen unter anderem lebende Nutztiere, Fleisch, Aquakulturerzeugnisse, Milch, Eier und Honig auf Rückstände unerwünschter Stoffe untersucht werden. Das in Deutschland vom BVL koordinierte Programm wird in der Europäischen Union nach einheitlichen Vorgaben durchgeführt. Der NRKP besteht nunmehr aus drei Teilplänen zur Koordinierung der Untersuchungen von Lebensmittel tierischen Ursprungs auf pharmakologisch wirksame Stoffe- – (a) dem risikobasierten Kontrollplan für die Produktion in den Mitgliedstaaten (Kontrollplan, KP), (b) dem nationalen randomisierten Überwachungsplan für die Produktion in den Mitgliedstaaten (Überwachungsplan, ÜP) und (c) dem nationalen risikobasierten Kontrollplan für die Einfuhren aus Drittländern (Einfuhrkontrollplan, EKP). Die Ermächtigung für den NRKP ergibt sich aus der Verordnung (EU) 2017/625 in Verbindung mit der Delegierten Verordnung (EU) 2022/1644 und der Durchführungsverordnung (EU) 2022/1646. Andere unerwünschte Stoffe wie z.B. Kontaminanten werden ab 2023 im Rahmen des Kontrollplans für Kontaminanten in Lebensmitteln (KOPKONT) untersucht. Ziel der Überwachung Die Pläne dienen dem vorbeugenden gesundheitlichen Verbraucherschutz. Ziel des NRKPs ist es, die illegale Anwendung verbotener oder nicht zugelassener Stoffe aufzudecken und den vorschriftsmäßigen Einsatz von zugelassenen Tierarzneimitteln zu kontrollieren. Der NRKP ist ausgerichtet auf die Kontrolle der Tierbestände, der Schlachtbetriebe und der Betriebe, die das noch unverarbeitete Roherzeugnis erhalten. Dies betrifft insbesondere Betriebe, die Milch, Eier, Honig und Wild verarbeiten. Der NRKP ermöglicht es daher, Tiere und tierische Erzeugnisse von Beginn des Produktionsprozesses an zu überwachen. Durch die Probenahme auf einer frühen Stufe der Produktionskette können Produkte, die mit Rückständen belastet sind, leicht bis zum Ursprungsbetrieb zurückverfolgt werden. Die Untersuchungen nach dem KP dienen der risikobasierten Überwachung des rechtskonformen Einsatzes von pharmakologisch wirksamen Stoffen und der Kontrolle der Einhaltung des Anwendungsverbotes bestimmter Stoffe. Der ÜP dient der randomisierten Kontrolle der Produktion in dem jeweiligen Mitgliedstaat, um ein breites Spektrum von Stoffen nach dem Zufallsprinzip zu gewährleisten. Hierfür werden die am meisten verzehrten tierischen Primärerzeugnisse herangezogen. Der EKP dient der nationalen risikobasierten Überwachung der Einhaltung der Rechtsvorschriften der EU über die Verwendung pharmakologisch wirksamer Stoffe und ihrer Rückstände bei den der Lebensmittelgewinnung dienenden Tieren und tierischen Erzeugnissen im Rahmen der amtlichen Kontrollen an den Grenzkontrollstellen oder anderen Eingangsorten, wie z. B. Schiffen, die für das Inverkehrbringen in die EU bestimmt sind. Bei der risikobasierten Überwachung werden beispielsweise Kenntnisse über örtliche oder regionale Gegebenheiten, die Häufigkeit von Verstößen in der Vergangenheit, Angaben zu den Mengen an Tierarzneimitteln, die für eine bestimmte der Lebensmittelgewinnung dienende Tierart produziert bzw. verwendet werden und Informationen über die Tierarzneimittel-Vertriebskette berücksichtigt. Die Kontrollpläne sind also nicht statistisch repräsentativ. Es können demnach aus den Daten auch keine allgemeingültigen Schlussfolgerungen über die tatsächliche Belastung der tierischen Erzeugnisse mit unerwünschten Stoffen gezogen werden. Die Probenahme im Rahmen des Überwachungsplans erfolgt nach dem Zufallsprinzip, um in Zukunft einen besseren Überblick über eine eventuelle Belastung der Bevölkerung mit pharmakologisch wirksamen Stoffen durch tierische Erzeugnisse zu erhalten.
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