Geologische Übersichtskarte der Bundesrepublik Deutschland 1:200.000 (GÜK200) - CC 5534 Zwickau

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Dataset information

Country of origin
Updated
2026.01.13 00:00
Created
2007.03.14
Available languages
English
Keywords
perm, tektonik, thüringen, känozoikum, magmatisches-gestein, petrographie, mesozoikum, präkambrium, paläozoikum, kambrium, geologische-karte, rasterdaten, proterozoikum, genese, quartär, geology, metamorphes-gestein, bayern, allgemeine-geologie, silur, ordovizium, sedimentgestein, stratigraphie, karbon, trias, tertiär, vektordaten, geologie, eisrandlagen, opendata, devon
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Dataset description

Auf Blatt Zwickau sind im Norden das Thüringer Becken und die Leipziger Tieflandsbucht angeschnitten, im Süden das Thüringisch-Fränkische und Vogtländische Schiefergebirge, das Erzgebirge sowie die Vorerzgebirgssenke. Die Südwest-Nordost-streichenden Sattel- und Muldenstrukturen des Thüringisch-Fränkischen und Vogtländischen Schiefergebirges entstanden im Zuge der variszischen Gebirgsbildung. Von West nach Ost sind aufgeschlossen: Ostthüringisches Synklinorium, Bergaer Antiklinorium und Vogtländisches Synklinorium. Das Ostthüringische Synklinorium kann durch die Nordwest-Südost-verlaufende Frankenwald-Querzone in ein südwestliches (Teuschnitzer) und nordöstliches (Ziegenrücker) Synklinorium untergliedert werden. Entlang der horstartigen Bruchschollen der Frankenwald-Querzone sind präkarbonische Schichten herausgehoben und kleinere Granitstöcke stiegen postkinematisch auf. Das Ostthüringische Synklinorium ist mit über 1000 m mächtigen Sedimenten des Unterkarbons in Kulm-Flysch-Fazies verfüllt, die nach Norden unter die Zechstein- und Triasbedeckung des Thüringer Beckens abtauchen. Im Kern des Bergaer Antiklinorium sind Schichten der ordovizischen Frauenbach- und Phycoden-Gruppe aufgeschlossen, denen im Randbereich jüngere Sedimente der Gräfenthal-Gruppe (Ordovizium), des Silurs und Devons folgen. In der sich nach Südosten anschließenden Vogtländischen Synklinalzone treten vorwiegend unmetamorphe (im Nordost-Teil schwach metamorphe) Schichten des Ordoviziums bis Unterkarbons auf. Ein ausgeprägter Vulkanismus im Frasne (Basalt, Spilit, Keratophyr) ist für die Synklinalzone charakteristisch. Die östliche Grenze zum Erzgebirgsantiklinorium wird mit dem Einsetzen einer deutlichen Metamorphose (Phyllitstockwerk) gezogen, die annähernd der Grenze zwischen Phycoden- und Frauenbach-Formation entspricht. Die synvariszisch intrudierten Granitmassive (Kirchberg, Bergen) greifen vom Erzgebirge auf die Randbereiche des Vogtländischen Synklinoriums über. Der Eibenstock-Granit des Erzgebirges drang postvariszisch auf. Nach Norden bzw. Nordosten wird das Grundgebirge des Saxothuringikums von den Molassesedimenten der Vorerzgebirgssenke (Rotliegendes) überlagert. Weiter nördlich schließt sich die mit känozoischen Sedimenten verfüllte Leipziger Tieflandsbucht an. Neben der Legende, die über Alter, Genese und Petrographie der dargestellten Einheiten informiert, gewährt ein geologisches Profil zusätzliche Einblicke in den Aufbau des Untergrundes. Der Nordwest-Südost-Schnitt verläuft vom Thüringer Becken, über das Thüringisch-Fränkische und Vogtländische Schiefergebirge bis zum Eibenstock-Granitmassiv des Erzgebirges.
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